Deutscher Gewerkschaftsbund

09.03.2018

Internationaler Frauentag in Heidelberg Rhein-Neckar und Neckar-Odenwald 2018

DGB dringt auf höhere Repräsentanz von Frauen in der Politik

Entgelt- und Rentenlücke müssen endlich geschlossen werden

Rosen

DGB

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März feierte der DGB Neckar-Odenwald und der DGB Heidelberg Rhein-Neckar das hundertjährige Jubiläum des Frauenwahlrechts und würdigte in Mosbach, Buchen, Sinsheim und Heidelberg damit das Engagement der Arbeiterinnenbewegung für die Gleichberechtigung von Frauen. Schon am Morgen wurde auf dem  Mosbacher Marktplatz auf den Internationalen Frauentag mit einem Infostand und 400 Rosen auf den Frauentag aufmerksam gemacht. Weiter ging es dann mit Infoständen in Buchen und Heidelberg. Höhepunkt des Tages war die Kooperationsveranstaltung im Friedrich-Ebert Haus, bei der dies stellvertretende DGB Landesvorsitzende Gabriele Frenzer-Wolf die noch immer unzureichende Gleichstellung von Frau und Mann anmahnte. „Trotz rechtlicher Gleichstellung von Frauen und Männern sind wir von tatsächlicher Gleichstellung noch ein gutes Stück entfernt: Frauen werden häufig schlechter bezahlt, stehen vor ungelösten Arbeitszeitproblemen und gerade in Baden-Württemberg haben wir trotz einer hohen Erwerbsbeteiligung von Frauen einen viel zu hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigung. 2016 waren 72,4 Prozent der Arbeitnehmerinnen in atypischen Arbeitsverhältnissen beschäftigt, davon 62 Prozent in Teilzeit und 33 Prozent in geringfügigen Beschäftigungen. Frauen erhalten im Schnitt nur halb so hohe Renten wie Männer“, sagte Gabriele Frenzer-Wolf, auf der Abendveranstaltung im Friedrich-Ebert-Haus.

 

Deshalb fordern die DGB Kreisverbände und ihre Mitgliedsgewerkschaften die Verantwortlichen im Land und Bund dazu auf, die  Rahmenbedingungen endlich so zu gestalten, dass Frauen die gleichen Chancen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit, eine angemessene Bezahlung und Karrierewege haben wie Männer.  „Von den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern erwarten wir zielgerichtetes Handeln, damit sich die Entgeltlücke, die Arbeitszeitlücke und die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen endlich schließt. Dazu gehört vor allem, dass der Rechtsanspruch auf eine befristete  Teilzeit jetzt kommt – ohne Wenn und Aber“, mahnte Frenzer-Wolf in ihrer Rede.

Gabriele Frenzer-Wolf

DGB

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist der Landtag in Baden-Württemberg noch immer so männlich wie kein anderer. Nur 24,5 Prozent der Abgeordneten sind Frauen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wahlrechtsänderung wird gegenwärtig zerredet. Die CDU-Fraktion blockiert jegliche Veränderung. Rechtspopulisten mit ihrem rückständigen Frauen- und Familienbild wollen die Teilhabemöglichkeiten von Frauen beschränken. Auch dagegen wenden sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften am Internationalen Frauentag. Frenzer-Wolf: „Die gleichstellungspolitischen Erfolge der Vergangenheit werden wir ebenso unerbittlich gegen Rechtspopulismus und Antifeminismus auch von anderen konservativen Strömungen verteidigen wie die Ziele, die wir erreichen wollen! Frauen müssen entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil an politischen Entscheidungen beteiligt sein.“


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