Deutscher Gewerkschaftsbund

09.07.2015

Gewerkschafter on Tour: "Meister oder Master?"

GoT Mannheim

DGB

Bei der dritten Ausgabe von „Gewerkschafter on Tour“ stand das Duale Studium im Fokus. Arbeiten und lernen zwischen Betrieb und Hochschule – erste Station der Fahrt für die Kolleginnen und Kollegen aus Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis war das Alstom-Werk in Mannheim-Käfertal. Dort fand ein Austausch zur betrieblichen Ansprache von Dual Studierenden durch Betriebsräte, Jugendvertretung und Vertrauenskörper statt.

Betriebsrätin Marie-Celine Dzsida (IG Metall) hatte zu diesem Austausch auch zwei „lebende Beispiele“ von Dual Studierenden  eingeladen, die auch in der Jugendvertretung bei Alstom aktiv sind. Gemeinsam mit Simon Goldenstein, dem Projektsekretär der IG Metall Baden-Württemberg für Hochschularbeit, stellten sie das Konzept vor, mit dem schon von Beginn des Studiums an der Kontakt zu den Studierenden hergestellt wird. Die anschließende Diskussion und Fragerunde wurde von den teilnehmenden Betriebs- und Personalräten aus verschiedenen Branchen gerne genutzt.

Simon Goldenstein erläuterte auch noch kurz die Angebote seitens der IG Metall für Studierende (nicht nur der Dualen Hochschule). Weitere Informationen hierzu gibt es unter: www.hochschulinformationsbuero.de

Im Anschluss steuerten die Kolleginnen und Kollegen in einem kurzen Fußmarsch die Firma Bombardier Transportation an, in welcher es die Gelegenheit gab, die Einsatzorte der dual Studierenden in ihren Praxisphasen einmal live zu sehen. Daniel Leuthner von der Jugend- und Auszubildendenvertretung führte die Teilnehmer durch verschiedene Labor-Bereiche, in denen die Studierenden zum Einsatz kommen. Danach gab es noch eine kurze Gesprächsrunde mit der Ausbildungsleitung und einer Studierenden, die die Pros und Contras aus ihrer Sicht vorstellte. Dabei wurde deutlich, unter welcher Doppelbelastung durch Theorie und Praxis die Studierenden stehen und dass das duale Studium mit seinen Anforderungen nicht für jeden geeignet ist.

Der Nachmittag widmete sich dann dem theoretischen Teil des Studiums: am Standort der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Mannheimer Stadtteil Neuostheim gab der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Nagler einen Einblick über die Entwicklung des dualen Studienkonzeptes allgemein und zu aktuellen Entwicklungen und Studierendenzahlen in Mannheim. Ein Thema der anschließenden Diskussion war unter anderem die Qualität der Praxisphasen, die beim Dualen Studium nicht durch ein Regelwerk wie z.B. einen Ausbildungsrahmenplan gewährleistet wird. Zur Mitsprache in Sachen Qualität wollen die Gewerkschaften daher in Zukunft versuchen, sich in den entsprechenden Fachkommissionen mit Hochschule und Betrieb als Sozialpartner aktiv einzubringen.

GoT Mannheim

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