Deutscher Gewerkschaftsbund

19.03.2018

Pressegespräche zur Betriebsratswahl 2018

Pressegespräch NOK

DGB

Wer einen Betriebsrat hat, hat bessere Arbeitsbedingungen!

Der DGB wirbt gemeinsam mit seinen Mitgliedsgewerkschaften für die Betriebsratswahl. Betriebsräte stellen bei Gesprächen ihre Arbeit vor.

In vielen Betrieben finden von März bis Mai 2018 die Wahlen zum Betriebsrat statt. Die Beschäftigten sind in ihrem Betrieb aufgerufen ihre betriebliche Interessenvertretung zu wählen. Immer noch gibt es aber auch Betriebe, in denen kein Betriebsrat existiert.

Der DGB lud daher zu drei Pressegesprächen ein, um für die Betriebsratswahlen zu werben. Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus unterschiedlichen Betrieben aus der gesamten Region stellten dabei ihre Arbeit vor und informierten über die Verbesserungen, die sie für die Beschäftigten erreichen können. Anwesend waren dabei Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Branchen und aus Betrieben unterschiedlicher Größe. Trotz der unterschiedlichen Hintergründe waren sich alle anwesende Betriebsräte einig: In Betrieben mit Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen in der Regel deutlich besser. Dort gelten häufiger Tarifverträge, die Arbeitszeit ist geringer und die Entgelte höher.

Daher sei es wichtig, bestehende Gremien zu erhalten aber auch Betriebsräte in Betrieben zu gründen, in denen bisher kein Betriebsrat besteht.

Im Gespräch zeigten die Betriebsräte anhand unterschiedlicher Beispiele im Alltag, wie ihre tägliche Arbeit aussieht und in welchen Bereichen sie Einfluss nehmen können.

In Betrieben, die Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer beschäftigten, sei ein wichtiges Thema zum Beispiel mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung zu treffen, die eine Übernahme regelt.

Pressegespräch HD

DGB

Auch im Bereich der betrieblichen Ausbildung könne ein Betriebsrat aktiv werden. Ein Erfolg sei zum Beispiel die Erhöhung der Ausbildungszahlen, um den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen und jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu geben.

Bei Betrieben in wirtschaftlicher Schieflage sei ein Betriebsrat häufig damit konfrontiert, Vorschläge im Sinne der Beschäftigten zu machen, um Beschäftigung zu erhalten. Generell sei es auch immer das Ziel Einigungen und Kompromisse im Sinne der Beschäftigten herbeizuführen.

Gerade die Digitalisierung und der Einsatz neuer Medien berge aktuell viele Herausforderungen für die Beschäftigten, aber auch für Betriebsräte. Diese seien dann damit konfrontiert, auf Risiken hinzuweisen oder auch Beschäftigte vor sich selbst zu schützen. Sehr wichtig sei aber auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz. Viele Beschäftigte seien einer zunehmenden Verdichtung von Arbeit ausgesetzt oder auch mit großen körperlichen Belastungen. Hier sei es die Aufgabe von Betriebsräten einzugreifen und eine humane Arbeitsgestaltung zu ermöglichen.

Ohne Betriebsrat hätten die Beschäftigten in diesen Bereichen kein Mitspracherecht und ihre Interessen würden nicht vertreten werden. Ein Betriebsrat sein daher für die Beschäftigten wichtig und bedeute eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Daher war das Fazit der Gespräche auch: Mit Betriebsrat geht es besser! Daher sollten Beschäftigte bestehende Gremien durch eine hohe Wahlbeteiligung unterstützen. Beschäftigte ohne Betriebsrat könnten einen Betriebsrat gründen. Unterstützung dafür gibt es bei den Einzelgewerkschaften.


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