Deutscher Gewerkschaftsbund

27.06.2012

Rente muss zum Leben reichen

„Rente muss zum Leben reichen“, diese Kernbotschaft verbreitete der engagierte Arbeitskreis der Gewerkschaftssenioren mit einem Infostand in der Mannheimer Innenstadt in der vergangenen Woche. Aufgerufen zu der Aktion hatte der Arbeitskreis der IG Bauen-Agrar-Umwelt, der von einigen Kollegen des DGB-Arbeitskreises unterstützt wurde. Stein des Anstoßes ist für die Senioren nach wie vor die „Rente mit 67“ und das Problem der drohenden Altersarmut der jüngeren Generation aufgrund prekärer Beschäftigungsverhältnisse wie zum Beispiel Leiharbeit.

Dass das Thema Rente, vor allem aber die „Rente mit 67“, vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Bauchschmerzen bereitet, zeigen die zahlreichen Gespräche mit interessierten Bürgern, die am Infostand am Paradeplatz mitdiskutierten.

Auch wenn die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre schon per Gesetz verabschiedet ist, zeigen sich die Initiatoren des Infostandes optimistisch, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Schließlich werde ja auch in den Parteien schon offen über die Aussetzung der Rente mit 67 debattiert. Wenn es weiter gelingt, das Thema in der Öffentlichkeit präsent zu halten, könnten zumindest Modifizierungen des Gesetzes zum Wohle der Betroffenen erreicht werden.

 

Infostand der Gewerkschaftssenioren am Paradeplatz

Infostand der Gewerkschaftssenioren am Paradeplatz DGB

„Wir möchten mit unserer Aktion auch zeigen, dass andere, bessere Konzepte existieren, die erfolgversprechend und finanzierbar sind“, erklärt der Vorsitzende des Arbeitskreises Werner Kinder. Die Kollegen verteilen Informationen der IG BAU und weisen auf das neue Rentenkonzept des DGB hin, das erst vor wenigen Tagen in Berlin vorgestellt wurde.

Kernpunkt des DGB-Konzepts ist der Aufbau einer starken Nachhaltigkeitsrücklage, durch die das heutige Rentenniveau bis 2030 gehalten werden und die Erwerbsminderungsrente aufgebessert werden soll. Eine solche Nachhaltigkeitsrücklage würde sogar das Aussetzen der „Rente mit 67“ finanziell möglich machen. Entscheidend ist aber: der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung darf nicht kurzfristig abgesenkt werden, wie dies die Bundesregierung derzeit plant.

Mit der Vorstellung des eigenen Rentenkonzeptes durch DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach in Berlin startet der Deutsche Gewerkschaftsbund bundesweit Aktionen, die auch in der Region weiter ihren Niederschlag finden sollen.

Weitere Informationen zum DGB Rentenkonzept finden Sie unter www.ichwillrente.net

 

Gewerkschaftssenioren im Gespräch am Infostand

Gewerkschaftssenioren im Gespräch am Infostand DGB


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