Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005 - 03.05.2012

Gemeinsame Proteste von DGB und Bündnis „Mannheim gegen Rechts“ stoppen erfolgreich den Nazi-Aufmarsch

Der DGB zieht ein positives Resümee aus der diesjährigen Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai. Es ist gelungen, den wichtigsten Feiertag der Arbeitnehmer gebührend zu feiern, trotz des rechtsextremen Aufmarsches im Süden der Stadt.

„Die Gewerkschaften haben klar gezeigt, dass sie sich den Tag der Arbeit nicht von den Nazis und ihrer menschenverachtenden Ideologie streitig machen lassen.“, so der DGB-Regionsvorsitzende Stefan Rebmann. „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne und soziale Sicherheit“, sowohl das DGB Motto als auch die deutlichen Proteste gegen die Nazis haben gezeigt, so Rebmann, dass die Gewerkschaften ein klares Signal für ein gemeinsames und solidarisches Europa setzen und dies von der Politik auch zukünftig verstärkt einfordern werden.

Die Zusammenarbeit des DGB mit dem Bündnis „Mannheim gegen Rechts“‘ im Vorfeld des 1. Mai hat seit Bekanntwerden des Naziaufmarsches sehr gut funktioniert. „Wir wollten ein starkes und vor allem ein gemeinsames Auftreten von Gewerkschaften und Bündnispartnern zeigen und das ist uns gelungen“, bestätigt Regionssekretärin Miriam Walkowiak.

Der diesjährige Demozug der Gewerkschaften durch die Mannheimer Innenstadt wurde durch zahlreiche Gegendemonstranten unterstützt und hatte zur Folge, dass der DGB in Mannheim eine der größten Maidemos der letzten Jahre erleben durfte. Der Marktplatz war bei Beginn der Kundgebung mit mehr als 5000 Menschen voll besetzt, bevor sich die Gegendemonstranten nach der Mairede von IG BAU-Regionalleiterin Inge Hamm auf den Weg in den Mannheimer Süden begaben.

Auch noch nach Ende der offiziellen Maikundgebung auf dem Marktplatz strömten zahlreiche Gewerkschafter nach Neckarau, um die dortigen Proteste zu unterstützen. An mehreren Punkten des Stadtteils hatten bereits mehrere tausend Gegendemonstranten - aufgerufen durch das Bündnis Mannheim gegen Rechts - Blockadekundgebungen eingerichtet und erwarteten die Nazis. In der Rheingoldstraße war dann endgültig Schluss für die Rechten: wenige Meter nach dem Neckarauer Marktplatz wurden sie durch eine Kundgebung mit gut 1200 Menschen aufgehalten; ganz vorne dabei der DGB-Regionsvorsitzende Rebmann und weitere GewerkschaftsvertreterInnen und Betriebsräte. Die Polizei griff nicht ein, um die Blockade aufzulösen, sondern hielt lediglich die beiden Gruppen voneinander getrennt, bis die Nazis schließlich zur Umkehr gezwungen wurden.

Trotz vereinzelter Berichte über Verhaftungen hat die Polizei mit ihrer Deeskalationsstrategie dazu beigetragen, dass der Tag friedlich blieb und die Gegenproteste dennoch erfolgreich waren. Auch das klare Statement der Stadt Mannheim gegen den NPD-Aufmarsch hat den Gegendemonstrationen zusätzlich den Rücken gestärkt und gezeigt, dass in Mannheim alle demokratischen Kräfte gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stehen.


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