Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 07 - 20.02.2017

DGB Rententour mit Annelie Buntenbach

Kurswechsel: die gesetzliche Rente stärken!

DGB Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach kommt zur Rententour nach Baden am 22./23. Februar 2017

 Sperrfrist 22.02.2017

Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes, kommt im Rahmen der bundesweiten Rentenkampagne des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu einer Rententour nach Süd- und Nordbaden: am 22. Februar 2017 nach Oberkirch, am 23. Februar 2017 nach Baden-Baden und Heidelberg.

Der Sinkflug in der Rente war eine politische Entscheidung und ist politisch gewollt. Deswegen ist es auch die Politik, die den Sinkflug stoppen kann und muss. „Wer jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss im Alter eine Rente bekommen, von der er oder sie im Alter auch in Würde leben kann“, verlangt Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes. „Zu diesem Konsens muss die Politik wieder zurückkehren und wir werden die Parteien im Bundestagswahlkampf daran erinnern“, so Buntenbach weiter.

Heute beträgt das Rentenniveau 48 Prozent und wird, wenn wir nichts ändern, bis 2045 auf unter 42 Prozent sinken – bliebe das Niveau bei 48 Prozent wäre die Rente 2045 rund 14 Prozent höher. „Unter einem Rentenniveau von 48 Prozent ist keine gute Rente zu haben“ mahnt Buntenbach.

Zwei kleine Beispiele machen die Folgen des Renten-Sinkflugs deutlich: Ein Koch bekommt heute einen Tariflohn von 1943 Euro. Würde er heute nach 40 Jahren Vollzeit in Rente gehen, bekäme er 755 Euro im Monat. Das ist schon nicht viel, aber bei einem Rentenniveau von 43%, wie es für 2030 als Sicherungsziel im Gesetz steht, wären es noch einmal 80 Euro weniger. Eine Krankenschwester im Westen hätte nach 40 Jahren Vollzeit bei einem Lohn von 2741 Euro heute 985 Euro Rente, bei 43% Rentenniveau nur noch 884 Euro. Und für Viele bedeutet ein Absinken des Rentenniveaus, dass sie direkt in die Grundsicherung und damit in die Altersarmut abrutschen.

Der DGB fordert mit der Kampagne einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Daran werden sich alle Parteien vor und nach der Bundestagswahl 2017 messen lassen müssen. Für den DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ist das Ziel dieses Kurswechsels klar: Statt den Sinkflug bei der Rente fortzusetzen, müssen wir das gesetzliche Rentenniveau stabilisieren und das Rentenniveau langfristig wieder deutlich erhöhen.

 

22.02.2017, Oberkirch

  • 15:30 Uhr, Papierfabrik Koehler, Hauptstr. 2, 77704 Oberkirch
    Pressegespräch

  • 17:00 Uhr, Mediathek Oberkirch, Hauptstraße 12, 77704 Oberkirch
    Vortrag und Diskussion mit Betriebsrät/innen und Aktiven

 

23.02.2017, Baden-Baden

  • 09:00 Uhr, Dorint Maison Messmer, Werderstraße 1, 76530 Baden-Baden
    Betriebsrät/innen-Frühstück Hotel und Gaststättengewerbe und Handel

 

23.02.2017, Heidelberg

  • Universitätsklinikum

  • Input und Gespräch mit Betriebsrät/innen, Personalrät/innen und Vertrauensleuten

  • Bei Interesse Kontaktaufnahme an mannheim@dgb.de

 

Weitere Informationen:http://rente-muss-reichen.de

Foto: Annelie Buntenbach, Mitglied des geschäftsführenden DGB-Bundesvorstandes
Quellennachweis: DGB/Simone M. Neumann
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